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Der Anfang einer Konditionierung

Der Weg der kleinen Schritte

Der Hundeführer!


Wir beziehen für unsere Ausbildungssystematik den Hundeführer aktiv in die Ausbildung seines Hundes mit ein. Er wird in den Mittelpunkt der grundlegenden Ausbildungsschritte gestellt und kann selbstständig den gezielten Aufbau der gewünschten Verhaltensketten nach fachkundiger Anleitung durchführen. (Siehe auch „Der gute Helfer“)

Im täglichen Umgang mit seinem Hund hat der eigene Hundeführer die Möglichkeiten auf kleine Unstimmigkeiten über einen recht langen Zeitraum Einfluss zu nehmen. Beide finden einen eigenen Stil in dem Spiel miteinander und können in immer wiederkehrenden kleinen Wiederholungen tagtäglich das gewünschte Verhalten des Hundes zielorientiert festigen.

Während der gemeinsamen Trainingseinheiten werden die erarbeiteten kleinen Schritte mittels einfacher Übungseinheiten kontrolliert. Einzufügende Korrekturen sind schnell in weiteren Teilschritten eingefügt und werden im Verlauf des täglichen Umgangs zu Hause erneut konditioniert.


Der Hundeführer erhält über diese Arbeitsform sehr viele Einblicke in das Wesen seines Hundes. Für uns zeigt es sich immer wieder, dass er vom Beginn einer Ausbildung bis zur Einsatzfähigkeit seinen Hund selbstständig und sicher in den unterschiedlichsten bekannten und unbekannten Übungslagen führen kann. In den weiteren Schritten, der für uns notwendigen Verbellanzeige, wird der Hundeführer immer wieder seinen Hund anleiten um das Verhalten des „Abstand halten“, „Absitzen“ und Verbellens anderer fremder Menschen gegenüber sicher aufzeigen zu können. Im Laufe nur weniger Wochen ist es dann möglich dem zusammenwachsenden Hund-Menschen-Team wiederholt wechselnde Übungslagen zu stellen, die von beiden auf einer gemeinsamen Leistungsebene sicher gelöst werden.

Die zweckgebundene Ausbildung über den eigenen Hundeführer ist fehlertoleranter, stressfreier als über beliebige und in der Regel variable Personen/ Ausbilder/ Helfer. Sehr konsequent wird mit einem durchdachten Ausbildungssystem die Negativbelegung durch versehentliche Fehlreaktionen oder die Negativierung bestimmter Handlungen des eingesetzten Helfers vermieden. Die unbewusste und begrenzende Konditionierung verschiedenster Signalbilder variabler Helfertätigkeiten ist in einem soliden Grundaufbau hinderlich und zeigt aufkommendes Fehlverhalten des Hundes erst zu einem viel späteren Zeitpunkt auf.

Im späteren Einsatzfall kann der Hundeführer dann die gezeigten Verhaltensweisen seines Hundes deutlich lesen und sich taktisch angepasst mit einem gehorsamen und motivierten Partner den unbekannten Größen der Realität selbstbewusst stellen.


© WestLaekenteam