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Unser roter Faden

Der Hundeführer!

Der Anfang einer Konditionierung


In vielen Jahren der Ausbildung mit Hunden haben wir zum heutigen Zeitpunkt eine klare Vorstellung von dem, was wir von einem Hund erwarten.

Bei dem Welpen ist es in den ersten Wochen des Zusammenlebens in einem neuen zu Hause sehr wichtig, sich mit den aufgezeigten Verhaltensweisen des Hundes in bestimmten Situationen auseinander zu setzen. Es ist notwendig den Hundewelpen ziel gerichtet auf seine neue Aufgabe, sofern man sich selber auf eine Ausbildung festgelegt hat, vorzubereiten. Dazu gehört es seinen Welpen aufmerksam zu beobachten und mit kleinen Übungen zu gesteuerten Verhaltensweisen zu animieren.

Das heißt nicht, dass es mit einem älteren Hund nicht funktioniert. Es kann sich unter Umständen aufgrund schon bestehender Verknüpfungen sowie Erfahrungen erschweren. Diese Verknüpfungen müssen zu erst in verschiedensten Situationen beurteilt werden, um gezielt mit dem Hund kommunizieren zu können.


Da wir in unserer Ausbildung eine belästigungsfreie Anzeige wünschen, beginnen wir im Welpenalter mit einer gezielten Konditionierung. Die Motivation wird mit den täglichen Futtergaben herbeigeführt. An diesem Punkt ist es nur wichtig, dass der Welpe sich in reizarmer Umgebung auf die Futtergabe mittels eines Futternapfes konzentrieren kann. Man sollte nicht hergehen und den Welpen mit körperlichen Einwirkungen, dem mir bekannten Herunterdrücken oder auch einem Leinenruck, vor den Futternapf setzen. Es fördert nicht das gewünschte und geforderte Vertrauensverhältnis zwischen dem HF und seinem Hund. Vielmehr zeigt der Welpe bei nicht erreichen der Futterschüssel ein Repertoire an Verhaltensweisen. Zum Beispiel springt er an, rennt um den „Futterschüsselhalter“ herum und schlussendlich versucht er sich hinzusetzen oder auch hinzulegen. Jetzt ist es an dem Punkt des „Futterschüsselhalters“ das Verhalten gezielt zu bestätigen. Es ist nicht wichtig, den Hundewelpen anzusprechen, zu animieren oder anzufassen. Ein Loben für das gewünschte Verhalten erfolgt durch das schnelle Abstellen des Futternapfes und ist dem Welpen in diesem Moment Belohnung genug. Jetzt liegt es in der Hand des Hundeführers sein Verhalten immer wieder in gleicher Form und so für den Welpen leicht verständlich abzuspulen. Nach nur 2 Übungen zeigt der Hund das bestätigte Verhalten auf. Die von uns durchgeführte Manipulation hat einen angenehmen Start genommen und kann in kleinen Schritten ausgebaut werden.


Parallel dazu erarbeiten wir uns über das gemeinsame Spiel eine Bestätigungsform mit einem Spielgegenstand. Dieses Spiel hat für den weiteren Verlauf der Ausbildung nicht nur Bindungscharakter, sondern dient auch dazu die Bestätigungsmöglichkeiten in den Spiel- und Beutebereich zu verlagern und sich unabhängig von besonderen Futtergaben zu machen. Begrenzt man sich an dieser Stelle nicht und handelt Konditionierungen nicht über einen langen Zeitraum routinemäßig immer wieder in der gleichen Form ab, so hat man sich ein Instrumentarium geschaffen mit dem ein interessanter, stressfreier Ausbildungsweg möglich ist.

Wichtig an diesem Punkt ist der ständige Wechsel der Spielörtlichkeiten. Hier zeigt der Welpe sehr schnell, dass er die Verbindung Wegwerfen des Spielgegenstandes nicht mit der Örtlichkeit gleichsetzt, sondern das Spiel an jedem Ort schnell und sicher ausführt.


© WestLaekenteam