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Das Leinenhandling

Der Geruchsartikel

Das Tempo


Ein bei Hundeführer im Bereich des Trailens immer wieder geführtes Streitgespräch.

„Das Tempo des Hundes auf der Spur“.

Soll es nun langsam sein oder mit einem schnellen Tempo beginnen? Konzentriert? Das ist an diesem Punkt die Frage.

Nicht jeder Hund ist von seinem Typ her ein „schneller“ Hund. Die Überlegung dieser Ausbildung geht dahin, dass der Focus auf die Spur gelegt wird. Dafür nutzen wir immer in jedem Stadium der Ausbildung „Intensities“. Das heißt, der Hund sieht je nach Ausbildungsstand den zu suchenden Helfer mehr oder weniger lange weglaufen und wird dann in dem folgenden Jagdspiel auf die Spur des zu suchenden Helfers angesetzt. Bei jedem Training beginnen wir mit dieser einfachen Motivationsübung. Sie werden je nach Ausbildungsstand dem Verhalten des Hundes angepasst. Weiterhin dienen sie dazu, eventuelle Problemstellungen zu bearbeiten. Eine hohe Motivation zeigt sehr schnell auf, was der Hund zu leisten im Stande ist.

Der Hund lernt sich schnell auf der individuellen Geruchsspur zu bewegen. Das heißt für den HF nicht, dass er ebenfalls hinter seinem Hund her rennen muss. Der HF kontrolliert den Leinenzug und wird aufgrund der eingeforderten Motivation sehr schnell durch das Verhalten des Hundes auf mögliche Richtungsänderungen aufmerksam. Der Hund arbeitet selbstständig und wird nicht durch ein indirektes oder unbewusstes Verhalten des HF (Tempo reduzieren, HF hält die Spur, Stehen bleiben des HF bei Spurverlust, longieren des Hundes,…) geführt oder gar auf die Spur zurückgebracht.


Diese Arbeitsweise fordert Hund und auch HF. Der Hund erhält nach recht kurzer Zeit seine Selbstständigkeit in dem Jagdspiel und wird durch den HF mittels leichter Korrekturen (bewusstes, gezieltes Verhalten) bei gänzlichem Spurverlust und ungestümen Rennen in die falsche Richtung korrigiert. Für die eigentliche Konditionierung muss der HF den Spurverlauf kennen um bei Fehlleistungen, hier einem Spurverlust, seinen Hund durch einen kurzen Leinenruck kombiniert mit einem negativ Kommando oder Geräusch zu korrigieren. Der Hund selber muss dann aufzeigen, wo der Spurverlauf weiterführt. Falsch wäre es, wenn der HF den Hund auf die verlorene Spur zurückbringt und ihm den weiteren Verlauf zeigt. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt das Anzeigen des Spurverlustes sehr schnell und der Hund korrigiert sich in diesen Fällen mehr als deutlich.

Je intensiver nun die Intensities für den Focus genutzt werden, umso deutlicher zeigt der Hund durch seine Körpersprache an, was passiert ist. Das Lesen des Hundes wird einfacher je mehr Intensität auf das Verfolgen von verschieden langen Spurverläufen gelegt wird.


Der schnelle Wechsel zwischen „den Trail“ haben und verlieren wird deutlich und der Hund erreicht auf eine einfache und simple Weise durch diese Arbeit eine Spurtreue.

Die Motivation hoch zu setzen heißt nicht, dass das Team nun über große Distanzen rennen muss. Es macht den Hund sicher in seinem Handeln und ermöglicht es dem HF seinen Hund besser zu lesen.

Das Tempo mag in den einen oder anderen Spurverläufen nach dieser Arbeitsform ungestüm und auch schnell sein. Mit den Korrekturen erhält der HF sehr schnell das Gefühl, wann sein Hund den Trail aufgenommen und wann er ihn verloren hat. Die schnellen Wechsel sind für den HF mehr als deutlich und die Arbeit des Hundes führt bei den kleinen Schrittfolgen sehr schnell zu einem annehmbaren und nutzbaren Ergebnis in der Suche nach Personen. Das heißt nicht, dass der Hund einen langen Trail in diesem Tempo ausarbeitet. Angepasst an die Situation zeigt der Hund im weiteren Verlauf nach dem Start ein recht moderates Arbeitstempo, dem der HF mit schnellen Schritten folgen kann.



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