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Am Anfang steht ein Spiel!

Das Leinenhandling

Das Equipment


Es ist nicht einfach sich bei dem mannigfaltigen Angebot an Geschirren und Leinen zurechtzufinden. Für die Arbeit an sich ist ein gut sitzendes Geschirr und eine lange Leine Voraussetzung.

Ich habe zu Anfang mit Universalgeschirren aus den Staaten die Sucharbeit in Angriff genommen. Eine Lederleine war schnell besorgt. Trotzdem war ich geneigt, dass ein oder andere des Equipment zu verändern.

Nicht jeder Hund hat die Maße für das Geschirr von der Stange. Auch ist nicht jede Handfläche mit dem Schmeicheln einer Nylonleine zufrieden zu stellen.
Für mich hat sich in Bezug auf die Geschirrfrage nicht viel verändert. Die Veränderung der Zugkraft ist eine Thematik, die nicht einfach zu lösen ist. Drum nutze ich gefertigte Geschirre einer Sattlerwerkstatt, die sich in Bezug auf Stabilität und Zweckmäßigkeit in vielen Trainingseinheiten bewährt haben.

Das Geschirr muss für den Hund passend sein. Dazu sind einige Maße notwendig.


Für ein einfaches Geschirr langen die Vermessung des Halsumfanges und des Brustumfanges.

- Halsumfang ermittelt man in halber Höhe des Halses, wo das Halsband sitzt
- Brustumfang wird am tiefsten Punkt der Brust knapp hinter dem Widerrist gemessen.

Der Widerrist ist der Übergang vom Hals zum Rücken bei unseren Vierbeinern. Bei gesenktem Kopf des Hundes ist es der höchste Körperpunkt. Bei diesem Maß bleiben etwa 2 Fingerbreit zwischen dem umgelegten Brustgurt und den Vorderbeinen.

Der Zugpunkt bei diesem Geschirrtyp ist nicht besonders ausgewogen. Die auf dem Rückenpunkt knapp hinter dem Widerrist befestigte Leine zieht das Geschirr im Halsbereich nach oben und schnürt dem Hund bei einer schnellen Suche buchstäblich die Luft ab. Auch ein Gurt zwischen den Vorderläufen zur Stabilisierung verändert diese Zugkräfte nicht. Weiterhin ist es dem Hund nicht möglich seinen Kopf ohne den Widerstand der eingefügten Brustplatte auf den Boden zu bekommen.

Die Gedanken um eine sinnvolle Zugentlastung sind mit dem zur Verfügung stehenden käuflichen Angebot begrenzt. Was nicht heißt, dass mit einem solchen Geschirr eine Ausbildung nicht möglich ist.


Zu einem späteren Zeitpunkt ein „Feintuning“ zu betreiben ist jedem selbst überlassen. Es bieten sich dann die Überlegungen an, die Geschirre auf Maß fertigen zu lassen. Was für Material, ob Leder oder Nylon, auch in welcher Form das Geschirr dem Hund auf das Fell geschneidert wird, mag jeder für sich entscheiden.

Weiterhin ist das Angebot an Leinen unermesslich. Für mich habe ich 2 Alternativen gefunden. Zum einen nutze ich eine 7-m-Lederleine, die bei trockener Witterung einiges an Vorzügen für mich zu bieten hat.

Dazu habe ich bei feuchter Witterung eine Leine aus BioThane, von gleicher Länge, die dann mit einer behandschuhten Hand einen guten Grip bietet. Dieses Material ist auch bei trockenem Wetter sehr angenehm, da es selbst bei stark ziehenden Hunden nicht zu Verletzungen, wie Verbrennungen und Hauteinschneidungen an den Handflächen kommt.

Nicht zu vergessen ist dann noch ein geeignetes Halsband um den Hund bis zu seinem Suchort führen zu können.

So ist man für viele Trainingseinheiten gut gerüstet und kann mit seinem Hund einen interessanten Suchbereich erkunden.



© WestLaekenteam