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Einsatzdauer - oder was ist sinnvoll??

Impressionen Man-Trailing Seminar Vienna 2009

Vienna/ Österreich 2009



Am Sonntag, den 12.04.2009, begann das Seminar mit den Instruktoren Kevin Kocher, Marshall Thielen, Andreas Vogel in der näheren und weiteren Umgebung von Wien.

Für die Organisation war Christine Schragel verantwortlich.

Zu dem Seminar hatten sich 17 interessierte Hundeführer mit 21 Hunden der verschiedensten Hilfsorganisationen aus ganz Österreich und Deutschland angemeldet. Angereist waren außerdem 7 Teilnehmer ohne Hund, die sich die Ausbildungsphilosophie der beiden amerikanischen Instruktoren des National Bloodhound Trainingsinstitut anschauen wollten. Da ich selber seit einigen Jahren nach dieser Philosophie mit meinen beiden Hunden arbeite, hatten Kevin Kocher und Marshall Thielen darum gebeten mich ebenfalls als Instruktor zur Verfügung zu stellen.

In diesem Seminar waren als Rassen vertreten: Bloodhound, Cheasepeake Bay Retriever, Malinois, Appenzeller sowie Berner Sennenhund, Cocker Spaniel, Schäferhund, Weimaraner, Petit Bleu de Gascogne, Hovawart, Labrador, Lagotto Romagnolo sowie diverse Mixe.

Die Instruktoren

recht Kevin Kocher, mittig Andreas Vogel, links Marshall Thielen


In seinen kurzen einleitenden Worten erklärte Kevin Kocher die einfache und doch sehr wirkungsvolle Ausbildungsphilosophie. Er wünschte allen Teilnehmern einen guten Start und die Arbeit begann kurze Zeit später auf einem angrenzenden Parkplatz eines großen Einkaufszentrums.

Hier wurden die teilnehmenden Teams in drei Gruppen unterteilt und durch die Instruktoren gesichtet. Es begann mit einem kleinen Trailverlauf. Jedes Team zeigte auf, was sie bis zum jetzigen Tag zu leisten im Stande waren. Für einige war in erster Linie das Handling mit ihrem Hund und für andere die Verknüpfung Scentartikel = Spur vorrangig.

Die durch die Teams aufgezeigten Problemstellungen wurden schnell lokalisiert und mit praktischen Inhalten der Basisarbeit in Bahnen geregelt um effizient mit dem Hund arbeiten zu können.

Die Basisarbeit umfasst im Wesentlichen drei Punkte:

- Intensity

- Delayed Start + Intensity

- Sent Article Intensity

Alle drei Elemente der Basisarbeit zeigen dem Hund das gewünschte Spiel auf und fokussieren seine Arbeit auf den unterschiedlich gestalteten Trailverlauf.

Gruppenfoto der Seminarteilnehmer


Im Verlauf der nächsten Tage wurden die Teams mit kleinen sowie schnellen Übungseinheiten an die Aufgabenstellungen herangeführt. Von morgens 09.00 Uhr bis nachmittags 17.00 Uhr wurden die unterschiedlichen Übungen an den verschiedenen Örtlichkeiten im Raum Wien und Umgebung durchgeführt.

An jeder neuen Örtlichkeit waren schnell viele unbeteiligte Zuschauer zu gegen und schauten sich das motivierte Training und die begeistert arbeitenden Hunde zusammen mit ihren Hundeführern an. Am Rande dieser Trainingseinheiten kam es des Öfteren zu Fragestellungen und Erklärungen die auch Unbeteiligten einen Einblick vermittelten.

Innerhalb dieser Basisarbeit wurden im Laufe der Tage die unterschiedlichen Ansprüche/Aspekte dieser Arbeit an Hund und HF vermittelt. Mit den Punkten Dog-Training und Team-Training wurden die Teams an ein selbstständiges Arbeiten herangeführt.

Amanda

gab Hilfestellungen und war ein hervorragender Backup


Dabei wurden weitere wichtige Varianten größtenteils praktisch und manche theoretisch eingefügt, die bei einem späteren Realeinsatz wichtige Hinweise ergeben können:

- Door –ID

- Casting

- Car pick up (der nicht im Detail ausgeführt wurde)

- Negative

Trotz der Anstrengungen für Mensch und Hund waren alle Bereiche der Trainingseinheiten immer als interessantes Spiel für beide ausgelegt. Taktisches Handling, das Ausarbeiten eines vorgegebenen Trailverlaufs sowie das Lesen des Hundes erfolgten in jeder Übung.

Beeindruckend für die Teilnehmer war es, dass sie durch diese kleinen Übungen sehr schnell in der Lage waren ihren Hund lesen zu können.

Um die Fokussierung des Hundes primär auf die Spur zu erlangen, wurden in der unterschiedlichsten Form Motivationsübungen durchgeführt.

So wurden Flips eingefügt, bei denen der Hund seinen Hundeführer sucht. Hat er diesen gefunden, verschwindet der eigentliche Runner, der den Hund zuvor auf der Trail an der Leine hatte. Beeindruckend hierbei war es zu erleben, mit welcher Energie die Hunde selbst die schwierigsten Gegebenheiten schnell, ohne jegliche Ablenkung überwanden, um an ihre Belohnungen zu kommen.

Auch wurde das Training eines Backtracks den Teilnehmern gezeigt.

Die Tage gingen schnell vorbei und es wurden zu dem Thema Man-Trailing viele angeregte Diskussionen, oft bis spätabends geführt.

An dieser Stelle ein Dankeschön an die Organisatoren und fleißigen Helfer, die dieses Seminar ermöglicht haben.

Ein Dankeschön an die unermüdlichen amerikanischen Instruktoren Kevin Kocher und Marshall Thielen, die uns allen ihre Arbeit anschaulich nahe gebracht haben und keine Antwort schuldig blieben.

Da mir persönlich an dieser Arbeit sehr viel liegt, haben wir uns für nächstes Jahr Ostern in Deutschland verabredet.

It was a big deal! We see us Easter 2010 in Lippstadt, Germany again.



© WestLaekenteam